Geschichte 

 

Die Geschichte des Hauses reicht bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als im Kellergeschoß der Porzellangasse 19 ein Varieté betrieben wurde, das dann als Kinosaal adaptiert wurde und den Namen Heimat-Kino trug.

 

Das eigentliche Schauspielhaus eröffnete, nachdem Hans Gratzer, Leiter der Theatergruppe „Werkstatt“, es zum Theaterraum umfunktioniert hatte, am 4. Mai 1978 mit Jean Genets Der Balkon. Mit Klassikerinszenierungen, Gegenwartsdramatik und Musical-Produktionen bespielte Hans Gratzer das Schauspielhaus bis 1986.

 

Von 1987 bis 1990 leitete George Tabori das Schauspielhaus, in dem er sein Theaterlabor „Der Kreis“ installierte.

 

1991 kehrte Gratzer für eine zweite Direktionszeit bis 2001 ans Schauspielhaus zurück. Als Ur- und Erstaufführungshaus versuchte er, die Bühne als erstrangiges deutschsprachiges Gegenwartstheater zu positionieren. Zu seinen größten Erfolgen zählte die Entdeckung des Dramatikers Werner Schwab.

 

2001 wurden Airan Berg und Barrie Kosky als künstlerische Leiter des Hauses bestellt. Bergs und Koskys interkultureller Ansatz machte das Theater zu einem Ort, der sich diversen Interpretationen unterschiedlichster Kulturen öffnete. 2005 verließ Barrie Kosky das Haus; Airan Berg führte es bis 2007 als internationale Koproduktionsbühne.

 

Seit 1. Juli 2007 ist Andreas Beck künstlerischer Leiter des Schauspielhauses. Das Schauspielhaus versteht sich unter seiner Leitung als Theater des Zeitgenössischen, als Schauplatz gegenwärtiger literarischer Unternehmungen, als Autorentheater im „klassischen“ Sinn. Der Fokus liegt dabei auf junger und jüngster Dramatik.

 

Andreas Beck wurde für den Neustart im Schauspielhaus Wien mit dem Nestroy Spezialpreis 2008 ausgezeichnet. Im selben Jahr waren in der Kategorie „Bester Nachwuchs“ Ewald Palmetshofer (in der Spielzeit 07/08 Hausautor am Schauspielhaus) und Jette Steckel für Ihre Inszenierung von Die Kaperer oder Reiß nieder das Haus und erbaue ein Schiff von Pilipp Löhle nominiert. Für Ihre Rollen in Jonas Hassen Khemiris Invasion! war Katja Jung im Jahr 2009 als beste Schauspielerin für den Nestroy nominiert. 2010 zählte Lukas Bangerter, in der Kategorie „Beste Regie“, mit worst case von Kathrin Röggla, welche dafür den Nestroy Autorenpreis erhielt, zu den Nominierten. 2011 sind Nicola Kirsch („Beste Schauspielerin), Franziska Hackl (Bester Nachwuchs) sowie Max Mayer (Bester Schauspieler) nominiert. Max Mayer gewinnt 2011 in der Kategorie „Bester Schauspieler“ für seine Rolle in Grillenparz von Thomas Arzt sowie verschiedener Rollen in Bruno Schulz: Der Messias von Malgorzata Sikorska-Miszczuk. Der Preis für die Kategorie „Bester Nachwuchs“ geht an Franziska Hackl für die Rolle der Flora in Grillenparz.


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Bg