Die Welt ist groß und Rettung lauert überall
Bettina Kerl, Steffen Höld, Max Mayer, Christian Dolezal
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Das Romandebüt des 1965 in Sofia geborenen und 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland geflohenen Schriftstellers Ilija Trojanow erzählt die Familiengeschichte der Luxows, die das Leben in ihrer diktatorischen Heimat Bulgarien nicht länger ertragen können und mit ihrem Sohn Alexandar ins vermeintlich gelobte Land fliehen. Schon bald zeigt sich, dass zwischen Traum und Wirklichkeit Welten liegen: Italien, das ist erst einmal das Flüchtlingslager Pelferino. So hatte sich das keiner vorgestellt. Jahre später geht Alexandar an der Trostlosigkeit seiner privilegierten Existenz im Westen beinahe zugrunde; er leidet an Oblomowitis. Doch da taucht Bai Dan auf, sein Taufpate vom Balkan, ein begnadeter Backgammonspieler, ein Hasardeur im besten Sinne. Er nötigt den antriebslosen Alexandar, mit ihm durch die Welt zu reisen. Denn die ist bekanntlich groß und Rettung lauert überall.
Das Schauspielhaus Wien nimmt den zwanzigsten Jahrestag des Zusammenbruchs des Kommunismus zum Anlass, um nach unterschiedlichen Lebensentwürfen in den ehemaligen Ländern des real existierenden Sozialismus und dem verheißungsvollen Westen zu fragen.