DE | EN

AUTOR*InnENFÖRDERUNG

HANS-GRATZER-STIPENDIUM

Die Förderung innovativer Nachwuchsautor*innen ist dem Schauspielhaus ein besonderes Anliegen. Deshalb vergibt das Theater in Zusammenarbeit mit der literar mechana jährlich das Hans-Gratzer-Stipendium. Die ausgezeichneten Stücke wurden in den letzten Jahren viel beachtet und wiederholt zu wichtigen Festivals eingeladen. So wurde das 2016 prämierte Stück »Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt« von Miroslava Svolikova zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin eingeladen und für den Nestroy Theaterpreis nominiert. Enis Maci, die Preisträgerin von 2017, wurde 2018 und 2019 zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt. Ihr Stück »Mitwisser« wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen und bereits an mehreren anderen Theatern nachgespielt.
 
Auch 2021 wird das Hans-Gratzer-Stipendium vergeben. Bis Mitte November 2020 sind interessierte Dramatiker*innen herzlich eingeladen, Schreibvorhaben einzureichen. Nach einer Vorauswahl erhalten fünf Autor*innen die Gelegenheit, in einem Workshop am Schauspielhaus an ihren Entwürfen zu arbeiten. Dabei werden sie von Mentor*innen begleitet, zu denen bisher Falk Richter (2016), Kathrin Röggla (2017), Wolfram Lotz (2018), Nis-Momme Stockmann (2019) und Anne Lepper (2020) gehörten. Im Anschluss werden die Entwürfe öffentlich präsentiert und ein*e Sieger*in gekürt, die den mit dem Hans-Gratzer-Stipendium verbundenen Werkauftrag erhält. Das Siegerstück wird in der Spielzeit 2021/22 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt.
 
2020 wurde Anna Neata für »Oxytocin Baby« ausgezeichnet. Da das Finale des Hans-Gratzer-Stipendiums im Mai 2020 nicht wie üblich analog stattfinden konnte, wurden die Stückentwürfe der Finalist*innen Caren Jeß, Ariane Koch, Elias Kosanke, Anna Neata und des Duos Ivana Sokola & Jona Spreter in Zusammenarbeit mit dem Max Reinhardt Seminar als Kurz-Hörspiele präsentiert. Online konnten Hörer*innen über ihre Favorit*innen abstimmen. Einstimmig fiel die Jury-Entscheidung auf Neata, die sich damit unter 105 Bewerber*innen durchsetzte. Die Publikumsstimme ging an »Tierversuch« von Sokola//Spreter, knapp vor »Oxytocin Baby«. Anna Neatas Stück wird 2021 am Schauspielhaus Wien zur Uraufführung gebracht. Wir gratulieren herzlich und freuen uns!
 
Das Hans-Gratzer-Stipendium wird von einer Jury vergeben. Die Publikumsabstimmung fließt mit einer Stimme in die Entscheidung der Jury ein. 2020 bestand die Jury aus: Edith Draxl (Leiterin DRAMA FORUM von uniT Graz), Lucie Ortmann (Leitende Dramaturgin Schauspielhaus Wien seit 20/21), Tomas Schweigen (Künstlerischer Leiter Schauspielhaus Wien), Tobias Schuster (Leitender Dramaturg Schauspielhaus Wien 2015-2020). Mit beratender Stimme: Anne Lepper (Autorin, Mentorin des Hans-Gratzer-Stipendiums).

Das Hans-Gratzer-Stipendium ist ein Projekt des Schauspielhauses Wien.

Das Preisgeld wird gestiftet von 

Mit freundlicher Unterstützung von


Die letzten Preisträger*innen:



Anna Neata, 2020
Wilke Weermann, 2019
Sean Keller, 2018
Enis Maci, 2017
Miroslava Svolikova, 2016

Die Finalist*innen 2020:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2020: DAS FINALE
Autor*innen:
Caren Jeß, Elias Kosanke, Ariane Koch, Anna Neata, Sokola//Spreter

Die Finalist*innnen 2019:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2019: DAS FINALE
Autor*innen:
Svenja Viola Bungarten, Simon-Philipp Gärtner, Annika Henrich, Johannes Koch, Wilke Weermann

Die Finalist*innnen 2018:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2018: FEINE UNTERSCHIEDE - DAS FINALE
Autor*innen:
.neutro, Amirabbas Gudarzi, Sean Keller, Eleonore Khuen-Belasi, Alexandra Pâzgu, Maxi Zahn

Die Finalist*innnen 2017:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2017: Natur vs Kultur - DAS FINALE
Autor*innen:
Malte Abraham, Lisa Danulat, Enis Maci, Anna Morawetz, Anatol Vitouch

Die Finalist*innnen 2016:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2016: EUROPA 2057 - DAS FINALE
Autor*innen:
Werner Manuel Bräuer, Clara Galistl, Anna Gschnitzer, Sophie Nikolitsch, Miroslava Svolikova

Kontakt:


Mülheimer StückeWerkstatt


In Kooperation mit dem Schauspielhaus Wien und drei weiteren Theatern starten die Mülheimer Theatertage 2020 mit der StückeWerkstatt ein neues Programm zur Autor*innenförderung. Ausgewählte Text-Regie-Tandems entwickeln Werkstattaufführungen, die bei den Stücken 2021 in Mülheim präsentiert werden. Das Format soll Künstler*innen die Gelegenheit bieten, frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung zu arbeiten.
Bewerben können sich Text-Regie-Duos auf Vorschlag von Verlagen, Schreib- und Regieschulen. Für die erste Ausgabe der Mülheimer StückeWerkstatt wählte die mit Barbara Burkhardt, Wolfram Lotz und Peter Michalzik besetzte Jury folgende Tandems aus, denen eines der vier Partner-Theater zugelost wurde:
 
Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Schauspielhaus Wien
Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Residenztheater München
Anne Lepper mit Alia Luque, Schauspiel Hannover
Caren Jeß mit Petra Schönwald, Schauspiel Stuttgart



Mit Mehdi Moradpour und Rieke Süßkow verbindet das Schauspielhaus Wien bereits Arbeitsbeziehungen: Mehdi Moradpour entwickelte mit Zino Wey 2018 das Stück »Ein Körper für jetzt und heute«, Rieke Süßkow inszeniert 2021 die Uraufführung von Anna Neatas »Oxytocin Baby«.
 
Die StückeWerkstatt ersetzt das vom Schauspielhaus Wien gemeinsam mit dem DRAMA FORUM von uniT Graz durchgeführte ARBEITSATELIER. Im Rahmen dieses Stipendiums entwickelten Ivna Žic und Tomas Schweigen 2017 gemeinsam die Produktion »Blei«. Mehdi Moradpour und Zino Wey setzten die Reihe 2018 mit »Ein Körper für jetzt und heute« fort. Weiterhin erarbeiteten Enis Maci und Franz-Xaver Mayr 2019 die Produktion »AUTOS«. Zuletzt entwickelten Ewelina Benbenek und Florian Fischer das Stück »Tragödienbastard«, das in der Spielzeit 2020/21 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt wird.
 
Kooperationspartner der StückeWerkstatt sind neben dem Schauspielhaus und den drei Partner-Theatern das Drama Forum Graz und der Deutsche Literaturfonds e.V. Gefördert wird die StückeWerkstatt zudem im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.


ARBEITSATELIER (bis 19/20)




19/20 Ewelina Benbenek
18/19 Enis Maci
17/18 Mehdi Moradpour
16/17 Ivna Žic
Stock Footage by Videezy
Broll by Videezy.com