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Heute

20:00 Nachbarhaus | USUS
Autor: Mario Wurmitzer
Regie: Maria Sendlhofer
Anmeldung für die Warteliste
Restkarten an der Abendkassa.
Reservierte Karten müssen bis spätestens 19:30 Uhr abgeholt werden!

Produktionen

F FOR FACTORY

Wir eröffnen die neue Spielzeit 19/20 am 2. Oktober 2019 mit »F FOR FACTORY«. Die Produktion kreist um einen Tag im Leben des Andy Warhol.

»F FOR FACTORY«
eine Aktion von Maximilian Brauer, Laurent Pellissier, Daniela Zorrozua
mit Maximilian Brauer, Vera von Gunten, Jakob Heimerdinger, Laurent Pellissier, Johanna Mitulla, CarMiña Tarilonte Rodríguez, Daniela Zorrozual, Jesse Inman, Franz Beil und/oder wechselnden Gästen
URAUFFÜHRUNG
Premiere am 2. Oktober 2019

02.10.2019 FOLGE #1 Der Gebrauchtwagenwarhol
Live-Band: GOSHAWK

08.10.2019 FOLGE #2 Der Warhol der vier Jahreszeiten
Live-Band: HORST POSSLING | als Gast: Jakob Heimerdinger

09.10.2019 FOLGE #3 Die Theremin-Epidemie | Lord Warhola‘s Cantata
Live-Band: HORST POSSLING | als Gast: Jakob Heimerdinger

11.10.2019 FOLGE #4: Die Keith Haring Affäre | Walla! Walla! Warhol!
Live-Musik: Julia Heimerdinger & Reinhold Friedl (Zeitkratzer) | als Gast: Jakob Heimerdinger

12.10.2019 FOLGE #5: Im Namen der Dose | Die Cola-Coca Kolchose
Live-Band: HORST POSSLING | als Gast: Jakob Heimerdinger

15.10.2019 FOLGE #6: Toto‘s Kritikpunkte | Die Reise ans Andy der Nacht
Live-Band: "SOBER" (Maximilian Erler, Max Windisch-Spoerk) | als Gast: Jakob Heimerdinger

16.10.2019 FOLGE #7: The No Answer Machine | John Giorno‘s Last Call
Live-Band: HORST POSSLING | als Gast: Jakob Heimerdinger

18.10.2019 FOLGE #8: Kartenhouse Of The Rising Son | Andrej‘s letztes Trauma-Serkalo
Live-Band: HORST POSSLING | als Gast: Jakob Heimerdinger

19.10.2019 FOLGE #9: Der Schatz im Silverscreen | Der Schatz im Silverscreen
Live-Band: Ben Wood Inferno | als Gast: Jakob Heimerdinger

#LIVEPERFORMANCE

Ein Tag im Leben des Fabrikarbeiters Warhola in seinem Wiener Büro. Alles beginnt, als Warhola am frühen Morgen mehrere Amphetamintabletten schluckt, und endet 24 Stunden später in Konfusion und Erschöpfung: eine unglaubliche Reise ans Andy der Nacht und plötzlich scheint alles möglich … Keine Spielregeln, dafür Spiegelfolie!

Doch nun zur Sache: Der aus den fernen Karpaten stammende Fabrikarbeiter Warhola ist in seinem Beruf in einer Würstel-Fabrik in Wien vollkommen unglücklich und betreibt neben seiner Werktätigkeit die erfolglose Künstleragentur »Factory«. Seine Stars: eine einbeinige Stepptänzerin, ein stotternder Bauchredner, ein Luftballonfigurenfalterduo und der ambitionierte Fäkaliencollagist Mühl. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch dem heruntergekommenen Schnulzensänger Lou Carola Reed, der ungeahnt durch eine Nostalgiewelle zu Ruhm gelangt. Warhola verschafft ihm einen Auftritt vor bedeutenden österreichischen Produzenten, doch Lou weigert sich aufzutreten, falls nicht seine heimliche doch längst verschwundene Geliebte Brigid beim Konzert dabei sein sollte. Warhola macht sich auf den Weg, Brigid zu finden und wird dabei in Mafia-Kreise hineingezogen … Nimmt nun das Unglück seinen Lauf? Kann die Situation noch gerettet werden? Zu allem Überfluss stiehlt Mühl eine Blutdruckmaschine und liegt im Krankenhaus, Lou Carola Reed kostümiert sich für einen Abend im Teenager-Bordell und Ingrid Superstar Wiener findet ihren Schatz im Silverscreen! Ausgerechnet am Abend von Lous Konzert klingelt es an Warholas Tür und Brigid steht vor ihm …

Je mehr die Personen vor sich selbst davonlaufen, desto mehr geben sie sich preis. Wenn eine Enzyklopädie eine verdichtete Sammlung des menschlichen Wissens ist, dann sind diese neun Abende ihr Gegenteil: In einem Kondensat aus Probe und Repertoire-Vorstellung versucht die Aktion, die totale Erfahrung des täglichen Lebens zu fassen, die sich durch extreme Charaktere zu einem fieberhaften Grad von Brillanz, Vagheit und Einsicht steigert. Eine Materialaktion im Boulevard-Badewännchen mit immer neuen Gästen. Neunmal die Erprobung eines neuen Verfahrens durch seine Schöpfer an sich selbst. Eine Utopie, in der alle Elemente ihre eigene Autonomie erhalten. Eine Polaroidkamera wird selbstverständlich eingesetzt.

Oh, Factory.
Ach, Factory.

Dein Andy!

Pressestimmen

F for Factory ist ein Mittelding aus Stück, kontrolliertem Exzess und Liveband. (…)"Man darf nur nie aufgeben am Theater", lässt Brauer uns wissen. Recht hat er, und je größer der Nonsens, desto inbrünstiger muss er vorgebracht werden. Wer noch nie eine Herde von mit Bohrmaschinen bewaffneten, bunt blinkenden Spielzeugdinosauriern zu Ravels Boléro in Aktion erlebt hat, sollte schon bis Mitternacht aushalten – ein erhebender Moment. Nicht dass jeder davon gut wäre, doch alles ist irgendwie spannend: optisch, musikalisch oder bloß, weil es den Anschein hat, jetzt steht Brauer irgendwo an und muss improvisieren. Man gewinnt ihn in dieser Beharrlichkeit lieb, mit der er sich verausgabt. Was als Farce beginnt, wächst im Kunstnebel zum Chaos, das einen tanzenden Stern gebiert. Nach viereinhalb Stunden fliegt der Abend immer noch und die Requisiten sind nicht verbraucht, aber einmal muss leider Schluss sein.DER STANDARD

"Suppendosen, Colaflaschen, Exzess: alles da. (…) „F for Factory" ist ein wenig so, als würde man stundenlang auf das Empire State Building starren, ohne dass etwas passiert. Dennoch traut man sich nicht wegzusehen, da man ja doch etwas verpassen könnte. Maximilian Brauer spielt um sein Leben, das eigene Scheitern stets auf der Metaebene mitgedacht. (…) Später wird Brauer noch einen (leeren) Rucksack mit der Aufschrift "Verantwortung" schultern und sich laut fragen, "was wohl gerade zur selben Zeit im Burgtheater passiert" APA

"Materialschlacht eines Duracell-Hasen. (...) Doch der hochfliegende Schauspieler beließ es nicht bei einer Hommage: Er beschäftigt sich mit der Faszination von Theater, er nutzt tatsächlich alle Möglichkeiten, die die Bühne an Effekten zu bieten vermag. Und er verbindet das mit einem Schwall an kabarettistischen wie sprachlichen Einlagen. (…) Brauer, dauernd in Bewegung, spielt um sein Leben. Und wenn nach Mitternacht nicht die allgemeine Erschöpfung eingesetzt hätte: Der Wahnsinnige hätte wohl weitergespielt.KURIER

"Was für eine gekonnte, gewitzte, nervige und trotzdem liebenswerte Publikumsfrotzelei!" FALTER

Man fühlt sich, als würde man einen hyperaktiven Fünfjährigen babysitten: Einmal überrascht er einen, dann wiederum sagt er was Lustiges, tief drinnen will er dich aber ärgern. Und wird nicht und nicht müde.“ WIENER ZEITUNG

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