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Heute

20:00 Nachbarhaus
Filme: CALAIS CHILDREN: A CASE TO ANSWER | STRANGERS IN THE JUNGLE
Eintritt Frei

Produktionen

EUROPEAN BALCONY PROJECT - Ausrufung der Europäischen Republik!

am 10. November 2018 ab 16 Uhr im Schauspielhaus Wien
EINTRITT FREI, Zählkarten werden ab 15 Uhr ausgegeben

Europaweit findet in einer Vielzahl von Theatern zeitgleich das »European Balcony Project« statt. Seien Sie dabei und rufen Sie mit uns die Europäische Republik aus! Nach der Ausrufung tagt der »Salon in Gesellschaft« – abends stoßen wir im Nachbarhaus auf ein postnationales Europa an!

16:00 Ausrufung der Europäischen Republik

Nehmen Sie an der Ausrufung der Europäischen Republik teil, werden Sie Bürger*in der Europäischen Republik!

Unter allen Teinlnehmenden am 10.11.2018 verlosen wir:
1 Hausfreund*in Gold
1 Schauspielhaus-Messengerbag
1 Schauspielhaus-Tshirt


16:30 Salon in Gesellschaft

In den ersten Minuten der europäischen Republik bietet der »Salon in Gesellschaft« Raum für postnationale Träume: Befinden wir uns fortan in einer aufgeklärten, sozialeren Union oder in verklärten Regionen mit neuen Grenzen? Ein Auf- oder Abbau demokratischer Strukturen?

Mit Marie Rosenkranz, Jakob Gaigg und Lukas Oberndorfer
Moderation: Jana Vetten


Marie Rosenkranz arbeitet im Team von Ulrike Guérot für das »European Democracy Lab«.
Jakob Gaigg ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien
Lukas Oberndorfer ist Wissenschafter (kritische Europaforschung) und Publizist

18:30 Party im Nachbarhaus

Musik nicht von dieser Welt mit Lucia (Better Days), Rovan (Dead Mall Radio) und Ernest & Amadeo (hours).

Das Schauspielhaus Wien ist Teil des »European Balcony Project«. Das Projekt wird vom European Democracy Lab organisiert, mit dem das Schauspielhaus bereits 2015 im Rahmen von »Punk & Politik« kooperierte.

ES LEBE DIE EUROPÄISCHE REPUBLIK!  

Heute, am 10. November 2018 um 16 Uhr, 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs, der auf Jahrzehnte die europäische Zivilisation zerstört hatte, gedenken wir nicht nur der Geschichte, sondern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand.

Es ist Zeit, das Versprechen Europas zu verwirklichen und sich an die Gründungsidee des europäischen Einigungsprojekts zu erinnern.

Wir erklären alle, die sich in diesem Augenblick auf dem europäischen Kontinent befinden, zu Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Republik. Wir nehmen unsere Verantwortung für das universale Erbe der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte an, und geloben, sie endlich auf diesem Kontinent zu verwirklichen.

Wir sind uns bewusst, dass der Reichtum Europas auf Jahrhunderten der Ausbeutung anderer Kontinente und der Unterdrückung anderer Kulturen beruht. Wir teilen deshalb unseren Boden mit jenen, die wir von ihrem vertrieben haben. Europäerin oder Europäer ist, wer es sein will. Die Europäische Republik ist der erste Schritt auf dem Weg zur globalen Demokratie.
Das Europa der Nationalstaaten ist gescheitert. Die Idee des europäischen Einigungsprojekts wurde verraten. Der Binnenmarkt und der Euro konnten ohne politisches Dach zur leichten Beute einer neoliberalen Agenda werden, die der Idee der sozialen Gerechtigkeit widerspricht. Daher muss die Macht in den europäischen Institutionen erobert werden, um den gemeinsamen Markt und die gemeinsame Währung in einer gemeinsamen europäischen Demokratie zu gestalten. Denn Europa heißt: Menschen zu einen und nicht Staaten zu integrieren. An die Stelle der Souveränität der Staaten tritt hiermit die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger. Wir begründen die Europäische Republik auf dem Grundsatz der allgemeinen politischen Gleichheit jenseits von Nationalität und Herkunft. Die konstitutionellen Träger der Europäischen Republik sind die Städte und Regionen.

Der Tag ist gekommen, dass sich die kulturelle Vielfalt Europas endlich in politischer Einheit entfaltet. Der Europäische Rat ist abgesetzt. Das Europäische Parlament hat gesetzgeberische Gewalt. Es wählt eine europäische Regierung, die dem Wohle aller europäischen Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen verpflichtet ist.

Es lebe die Europäische Republik!


Ulrike Guérot, Robert Menasse und viele Bürgerinnen und Bürger

Unterstützt von Milo Rau 

Das Schauspielhaus Wien ist Teil des »European Balcony Project«. Auf Initiative von Ulrike Guérot und Robert Menasse hin wird am 10. November 2018 europaweit in einer Vielzahl von Theatern die Europäische Republik ausgerufen.

Das Projekt wird vom European Democracy Lab organisiert, mit dem das Schauspielhaus bereits 2015 im Rahmen von »Punk & Politik« kooperierte.



 

BIBLIOTHEK

Tobias Schuster im Gespräch mit Robert Menasse »Das Europäische Projekt ist kühn wie ein großes Kunstwerk!« (PDF)

Ulrike Guérot & Robert Menasse »Es lebe die Europäische Republik!« (PDF)

Kathrin Röggla »Europa hören« (PDF)

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