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BATAILLON

von Enis Maci
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

Regie: Tomas Schweigen

Österreichische Erstaufführung Ende April 2021

Ein heruntergekommenes Hochhaus im Niemandsland, Flechten wuchern an seinen Betonkanten. Im Keller sitzen Weberinnen und halten sich wie Odysseus' wartende Frau Penelope Feinde durch unendliches Webwerk vom Leib. Sie arbeiten an Tarnumhängen aus Kartoffelsäcken und Lumpen für einen Krieg, der viele Schauplätze hat: den Balkan, Syrien oder die Körper der Frauen. Konspirieren sie dort unten im Untergrund? Auf jeden Fall rufen sie schon mal ihre Lehrer*innen an: Ada Lovelace, die den allerersten Algorithmus schrieb, aber auch die Seerechtsexpertin und Ökologin Elisabeth Mann Borgese. Eine Greisin putzt dazu ihr Gewehr und zwei Kühlschränke kommunizieren miteinander. Im Friseursalon ein paar Stockwerke höher wäscht Monica Lewinsky ihren Kund*innen mit Pfirsichtee-Aroma die Haare.

Enis Maci hat mit »Bataillon« einen starken, herausfordernden und kampfbereiten Text geschrieben. Es ist nach »Mitwisser« und dem Nestroypreis-nominierten »Autos« bereits das dritte Stück der Autorin, das am Schauspielhaus zur Aufführung gebracht wird – dieses Mal in der Regie von Tomas Schweigen. Enis Maci wurde 2019 im Rahmen der Kritiker*innenumfrage von Theater heute zur Nachwuchsdramatikerin des Jahres gekürt. 2018 erschien ihr Essayband »Eiscafé Europa« über die Frage wie Widerstand heute aussehen kann.

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Premiere im April 2021