DE | EN

Heute

Lesung
19:00 Schauspielhaus
Mit Severin Groebner, Hosea Ratschiller, Stefanie Sargnagel, Raphaela Edelbauer, Nils Heinrich, Fuzzman

Produktionen

IM HERZEN DER GEWALT

Nach dem Roman von Édouard Louis
In einer Bühnenfassung von Tomas Schweigen & Tobias Schuster
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG
Regie Tomas Schweigen

Premiere am 13. November 2019

Aufführungsdauer: ca. 100 Minuten, keine Pause

Weihnachten in Paris. Gegen vier Uhr morgens lernt Édouard auf dem Rückweg von einem Abendessen den jungen Reda kennen. Spontan gehen sie zu Édouard nach Hause. Sie unterhalten sich über die Kindheit und Reda erzählt, wie sein Vater aus Algerien nach Frankreich geflohen ist. Sie kommen sich näher und haben Sex. Gegen sechs Uhr entdeckt Édouard sein Smartphone in Redas Tasche. Als er ihn darauf anspricht, kippt die Situation. Reda bedroht Édouard mit einer Waffe und vergewaltigt ihn schließlich. Tief traumatisiert bleibt Édouard zurück. Unfähig auf dieses Erlebnis zu reagieren, flieht er zu seiner Schwester und berichtet ihr davon...
Édouard Louis erzählt eine hochkomplexe Geschichte über sexuelle Gewalt und kulturelle Identität. Er wählt dabei einen literarischen Kunstgriff, der dem Roman seine spezifische Theatralität verleiht: Er schildert das Erlebnis über weite Strecken aus der Perspektive seiner Schwester. Édouard belauscht, wie sie ihrem Mann schildert, was Édouard ihr soeben erzählt habe. Durch diese Perspektive wird der Roman auch zum Porträt einer entfremdeten Familie, zweier Geschwister, die sich in ihren Identitäten und Biographien völlig unterschiedlich entwickelt haben. Er untersucht Erfahrungen von Rassismus, von Homophobie.
Der 1992 geborene Autor Édouard Louis gilt seit der Veröffentlichung seines ersten Romans "Das Ende von Eddy" (2015) als eine der wichtigsten Nachwuchsstimmen der europäischen Literatur. Mit "Im Herzen der Gewalt" kommt erstmals ein Roman von Édouard Louis auf eine österreichische Theaterbühne.

Produktionsteam

Besetzung: Clara Liepsch, Steffen Link, Josef Mohamed
Autor: Édouard Louis
Regie: Tomas Schweigen
Bühne: Stephan Weber
Kostüme: Anne Buffetrille
Musik: Jacob Suske
Dramaturgie: Tobias Schuster
Regieassistenz: Christina Ulrich

Pressestimmen

„Tomas Schweigen gelingt eine tolle Dramatisierung des Romans von Edouard Louis. (…) Die Raffinesse der Aufführung besteht darin, dass sie dem Roman an Subtilität gleichkommt und zudem noch spannender gestaltet ist. In 100 Minuten erschließt sich der Stoff auf der Bühne eindringlich, der Abend steigert sich von Szene zu Szene. Hier ist nahezu alles gelungen. Starke Bilder, kongeniale Musik, jazzig, dräuend, dramatisch, fast wie im Kino (Jacob Suske). Vor allem aber gibt es drei tolle Darsteller. Steffen Link ist ein Protagonist, der staunt und leidet und doch fast nie übertreibt. Clara Liepsch brilliert als resolute Schwester. Sie versprüht enorme Präsenz. Josef Mohamed wirkt als Réda sympathisch, bis er jäh die Wut zeigt. Alle drei sind äußerst firm, auch in Nebenrollen, harmonieren beim Sprechen und in der Bewegung. Bis ins Detail scheint alles choreografiert.“ DIE PRESSE
 
„Zu dieser zwischenmenschlichen Tragik mengt Schweigen gekonnt eine Art absurden Galgenhumor. Wenn sich Liepsch als Édouards erstversorgende Spitalsärztin gar nicht mehr einkriegt vor Lachen über dessen eigentlichen Namen Bellegueule, zu Deutsch: hübsche Fresse, während dieser verstört und verwirrt auf die Untersuchung seines Intimbereichs wartet. (…) Der Schwere der Aufgabe stemmt sich Schauspieler Steffen Link mit seinem Lausbubencharme entgegen, und Regisseur Tomas Schweigen mit bemerkenswertem Mut zur grotesken Pointe. (...) Kein einfaches Unterfangen, Édouard Louis‘ „Im Herzen der Gewalt“ auf die Bühne zu heben, doch Schweigen und sein Chefdramaturg Tobias Schuster haben’s am Schauspielhaus Wien gewagt, und mit ihrer Spielfassung alles gewonnen.“ MOTTINGERS MEINUNG

Termine

Kalender

Di 19.11.
20:00 Schauspielhaus
Anmeldung für die Warteliste
Reservierte Karten müssen bis spätestens 19:30 Uhr abgeholt werden!
Mi 20.11.
20:00 Schauspielhaus
Anmeldung für die Warteliste
Reservierte Karten müssen bis spätestens 19:30 Uhr abgeholt werden!
Di 21.01.
Frühbucherbonus
20:00 Schauspielhaus
Mi 22.01.
Frühbucherbonus
20:00 Schauspielhaus
Fr 24.01.
Frühbucherbonus
20:00 Schauspielhaus
Sa 25.01.
Frühbucherbonus
20:00 Schauspielhaus