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AUTOR:InnENFÖRDERUNG

HANS-GRATZER-STIPENDIUM

Die Gewinnerinnen der diesjährigen Hans-Gratzer-Preise stehen fest!
 
Die Jury hat den Stückentwurf »Aus dem Eis« von Selma Matter (*1998) ausgezeichnet. Der Text wird im Laufe der Spielzeit 2022/23 am Schauspielhaus Wien zur Uraufführung gebracht. Der in Kooperation mit Ö1 vergebene Publikumspreis geht an Marie-Theres Auer (*1997) für »Granatsplitter«.
 
Mentoriert durch die Autorin und Theaterregisseurin Ivna Žic arbeiteten die diesjährigen Hans-Gratzer-Stipendiat:innen Olufemi-Just Atibioke, Marie-Theres Auer, Selma Matter, Nina Maria Metzger und Leonie Lorena Wyss in zwei Workshops am Schauspielhaus Wien an ihren Schreibvorhaben.

2021 wurde Mazlum Nergiz für sein Stück »Coma« ausgezeichnet. Die Uraufführung in der Regie von Marcel Schwald fand am 27. Jänner 2022 im Schauspielhaus statt.

Die Förderung innovativer Nachwuchsautor:innen ist dem Schauspielhaus ein besonderes Anliegen. Deshalb vergibt das Theater jährlich das Hans-Gratzer-Stipendium.
Das Stipendium umfasst einen mehrphasigen Schreibworkshop, der Gelegenheit gibt, im gemeinsamen Entwicklungsprozess und unter intensiver Begleitung durch eine:n Mentor:in an eigenen Stückentwürfen zu arbeiten. Der Workshop soll außerdem ein Forum bieten, um Konzepte und Bedingungen von Autor:innenschaft und zeitgenössischem Autor:innentheater zu befragen.

Zu den Mentor:innen gehörten bisher Falk Richter (2016), Kathrin Röggla (2017), Wolfram Lotz (2018), Nis-Momme Stockmann (2019), Anne Lepper (2020) und Necati Öziri (2021). 2022 war Ivna Žic Mentorin des Hans-Gratzer-Stipendiums.
 
Nach einer Vorauswahl erhalten fünf Autor:innen bzw. Autor:innenteams das Stipendium und nehmen kostenlos an Workshops in Wien teil. Reise- und Unterkunftskosten werden ebenfalls übernommen. Die Stückentwürfe der Stipendiat:innen werden schließlich als Kurzhörspiele auf der Website des Schauspielhaus Wien öffentlich präsentiert.
 
Einer der Entwürfe wird nach der Präsentation von einer Jury prämiert. Die Publikumsabstimmung fließt mit einer Stimme in die Entscheidung der Jury ein. Die:der Autor:in erhält einen finanzierten Werkauftrag in Höhe von 7.000 Euro. Das Stück wird in der kommenden Spielzeit am Schauspielhaus zur Uraufführung gebracht. Die Tantiemen der ersten zehn Vorstellungen sind mit dem Preisgeld abgegolten.
 
Die ausgezeichneten Stücke wurden in den letzten Jahren viel beachtet und wiederholt zu wichtigen Festivals eingeladen. So wurde das 2016 prämierte Stück »Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt« von Miroslava Svolikova zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin eingeladen und für den NESTROY-Theaterpreis nominiert. Enis Maci, die Preisträgerin von 2017, wurde 2018 und 2019 zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt. Ihr Stück »Mitwisser« wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen und bereits an mehreren anderen Theatern nachgespielt. Anna Neatas »Oxytocin Baby«, das Gewinnerstück 2020, wurde in der Regie von Rieke Süßkow zum Prager Theaterfestival deutscher Sprache und dem Heidelberger Stückemarkt eingeladen.
 
Der Preis wird von einer Jury vergeben. 2022 bestand diese aus: Edith Draxl (Leiterin DRAMA FORUM von uniT Graz), Lucie Ortmann (Leitende Dramaturgin Schauspielhaus Wien seit 20/21) und Tomas Schweigen (Künstlerischer Leiter Schauspielhaus Wien). Mit beratender Stimme: Ivna Žic (Autorin, Regisseurin und Mentorin des Hans-Gratzer-Stipendiums).

Das Hans-Gratzer-Stipendium ist ein Projekt des Schauspielhauses Wien.

Das Preisgeld wird gestiftet von 




Die letzten Preisträger*innen:



Selma Matter 2022
Mazlum Nergiz 2021
Anna Neata, 2020
Wilke Weermann, 2019
Sean Keller, 2018
Enis Maci, 2017
Miroslava Svolikova, 2016

Die Stipendiat:innen 2022:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2022
Autor:innen:
Olufemi-Just Atibioke, Marie-Theres Auer, Selma Matter, Nina Maria Metzger , Leonie Lorena Wyss

Die Stipendiat:innen 2021:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2021
Autor:innnen:
Antigone Akgün, Natalie Baudy, Hannah Bründl, Annalisa Cantini, Mazlum Nergiz

Die Stipendiat:innen 2020:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2020: DAS FINALE
Autor:innen:
Caren Jeß, Elias Kosanke, Ariane Koch, Anna Neata, Sokola//Spreter

Die Stipendiat:innen 2019:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2019: DAS FINALE
Autor:innen:
Svenja Viola Bungarten, Simon-Philipp Gärtner, Annika Henrich, Johannes Koch, Wilke Weermann

Die Stipendiat:innen 2018:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2018: FEINE UNTERSCHIEDE - DAS FINALE
Autor:innen:
.neutro, Amirabbas Gudarzi, Sean Keller, Eleonore Khuen-Belasi, Alexandra Pâzgu, Maxi Zahn

Die Stipendiat:innen 2017:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2017: Natur vs Kultur - DAS FINALE
Autor:innen:
Malte Abraham, Lisa Danulat, Enis Maci, Anna Morawetz, Anatol Vitouch

Die Stipendiat:innen 2016:
HANS-GRATZER-STIPENDIUM 2016: EUROPA 2057 - DAS FINALE
Autor:innen:
Werner Manuel Bräuer, Clara Galistl, Anna Gschnitzer, Sophie Nikolitsch, Miroslava Svolikova

Kontakt:


Mülheimer StückeWerkstatt


In Kooperation mit dem Schauspielhaus Wien und drei weiteren Theatern starten die Mülheimer Theatertage 2020 mit der StückeWerkstatt ein neues Programm zur Autor:innenförderung. Ausgewählte Text-Regie-Tandems entwickeln Werkstattaufführungen, die bei den Stücken 2021 in Mülheim präsentiert werden. Das Format soll Künstler:innen die Gelegenheit bieten, frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung zu arbeiten.
Bewerben können sich Text-Regie-Duos auf Vorschlag von Verlagen, Schreib- und Regieschulen. Für die erste Ausgabe der Mülheimer StückeWerkstatt wählte die mit Barbara Burkhardt, Wolfram Lotz und Peter Michalzik besetzte Jury folgende Tandems aus, denen eines der vier Partner-Theater zugelost wurde:
 
Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Schauspielhaus Wien
Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Residenztheater München
Anne Lepper mit Alia Luque, Schauspiel Hannover
Caren Jeß mit Petra Schönwald, Schauspiel Stuttgart



Mit Mehdi Moradpour und Rieke Süßkow verbindet das Schauspielhaus Wien bereits Arbeitsbeziehungen: Mehdi Moradpour entwickelte mit Zino Wey 2018 das Stück »Ein Körper für jetzt und heute«, Rieke Süßkow inszeniert 2021 die Uraufführung von Anna Neatas »Oxytocin Baby«.
 
Die StückeWerkstatt ersetzt das vom Schauspielhaus Wien gemeinsam mit dem DRAMA FORUM von uniT Graz durchgeführte ARBEITSATELIER. Im Rahmen dieses Stipendiums entwickelten Ivna Žic und Tomas Schweigen 2017 gemeinsam die Produktion »Blei«. Mehdi Moradpour und Zino Wey setzten die Reihe 2018 mit »Ein Körper für jetzt und heute« fort. Weiterhin erarbeiteten Enis Maci und Franz-Xaver Mayr 2019 die Produktion »AUTOS«. Zuletzt entwickelten Ewe Benbenek und Florian Fischer das Stück »Tragödienbastard«, das in der Spielzeit 2020/21 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt wurde und wofür Ewe Benbenek 2021 den Mülheimer Dramatikerpreis erhielt.
 
Kooperationspartner der StückeWerkstatt sind neben dem Schauspielhaus und den drei Partner-Theatern das Drama Forum Graz und der Deutsche Literaturfonds e.V. Gefördert wird die StückeWerkstatt zudem im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.


ARBEITSATELIER (bis 19/20)




19/20 Ewelina Benbenek
18/19 Enis Maci
17/18 Mehdi Moradpour
16/17 Ivna Žic