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Heute

20:00 Schauspielhaus
Autor: Sean Keller
Regie: Elsa-Sophie Jach
19:30 Einführung
Schauspielhaus on Tour
20:00 ARGEkultur Salzburg

Produktionen

AUTOS

von Enis Maci
URAUFFÜHRUNG
Regie Franz-Xaver Mayr  

Premiere am 12. Jänner 2019

Aufführungsdauer: ca. 100 Minuten, keine Pause

Eine Frau, ein Mann, ein Auto. Eine Spazierfahrt? Oder eine Fahrstunde? Wie stehen die beiden Insassen zueinander? Orte und Begebenheiten am Straßenrand konfrontieren sie mit teils verdrängten Erinnerungen. Die Fahrt führt zunächst zu einer Grundschule, welche die Frau als Kind besuchte – daneben befindet sich eine psychiatrische Praxis. Dort versuchte vor langer Zeit der Vater, die Schmerzen der Vergangenheit zu lindern. Im Radio laufen Berichte, Interviews, Musik und fließen mit der Gedankenwelt der beiden Passagiere zusammen, kontrastieren oder beflügeln deren Fantasien. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Imagination.

Enis Maci erzählt einen rätselhaften Reigen von Begebenheiten innerhalb des Autos und am Straßenrand, Fragmente von Biografien. Ihr neues Stück, nach »Mitwisser« das zweite, das am Schauspielhaus zur Uraufführung kommt, spannt einen Bogen über mehrere Generationen einer Familie, untersucht deren Verletzungen und Traumata – und beschäftigt sich vor allem mit einer der Urzellen des Theaters schlechthin: dem Topos des Verrats. Mit fast antiker Sprachgewalt fragt Enis Maci danach, was es bedeutet, wenn Familien zerbrechen. Was heißt es, wenn jemand sich von der eigenen Herkunft emanzipieren möchte?

Eine Produktion des Schauspielhauses Wien in Koproduktion mit der ARGEkultur Salzburg. Im Rahmen des »Arbeitsateliers« in Kooperation mit dem DRAMA FORUM von uniT Graz und dem Deutschen Literaturfonds e.V.





BIBLIOTHEK


Enis Maci »Vom Tode Long Huis« (PDF)


Pressestimmen

„Mayr und dem starken Ensemble gelingt es, in schwarzen, bodenlangen Kleidern zwischen archaischer Grausamkeit und katholischem Deflexionsgestus, die zahllosen Beziehungsstränge entlang der von Süddeutschland durch Österreich führenden steilen Straße menschlicher Grausamkeiten hochmusikalisch aufeinanderprallen zu lassen.“ Wiener Zeitung

„Das Ganze hat eine leise, wunderbare Komik, die darauf beruht, dass die allerentsetzlichsten Geschichten zart und doch ungerührt erzählt werden. Gleichzeitig hat es den tiefen Ernst und die Rätselhaftigkeit eines heiligen Rituals.“ Nachtkritik

„Regisseur Franz-Xaver Mayr verwandelt die absurde Poesie der Vorlage in eine schwarzhumorige Messe.“ Mottingers Meinung

„Auf der schroffen, kahlen Schrägbühne von Korbinian Schmidt bewältigen Johanna Baader, Simon Bauer, Steffen Link, Vassilissa Reznikoff und Sebastian Schindegger den schwierigen, auch rhythmisch komplexen Text bravourös.“ Kurier

„Johanna Baader singt wunderschön, etwa ein französisches Chanson, zum Niederknien.“ Die Presse

"Regisseur Franz-Xaver Mayr lässt seine Inszenierung mit langen Elektromusik-Passagen (Matija Schellander) an- und ausklingen und das fünfköpfige Ensemble, dem auch eine Sängerin angehört, häufig singen oder chorisch sprechen. Aber auch wenn die Schauspielerinnen und Schauspieler mal solistisch agieren und in Rollen schlüpfen, treten sie doch stets als Gruppe auf, die nicht für sich, sondern für die Gesellschaft steht. (...) Dass sich Macis auf den ersten Blick eher lapidare Sprache so viele rhythmische Variationen abgewinnen lassen, spricht nicht nur für die inspirierte Inszenierung, sondern auch für das dramatische Potenzial des präzise gearbeiteten Textes. (...) Man wird sich den Namen Enis Maci merken müssen." Süddeutsche Zeitung

Termine

Kalender

Di 02.04.
Frühbucherbonus
20:00 Schauspielhaus
Mi 03.04.
Frühbucherbonus
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Do 04.04.
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